Wenn Philip Morris Rauchern helfen will, mit der Zigarette aufzuhören
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In der Reihe der Marketingstrategien gegen den Strich ist nun Philip Morris an der Reihe. Das Unternehmen erklärt, erwachsene Raucher nun dazu zu ermutigen, mit dem Rauchen aufzuhören. Erläuterungen zu dieser eher unerwarteten Ankündigung.
Auf dem Weg in eine «rauchfreie Zukunft»
Jedes Jahr sterben laut WHO weltweit mehr als 8 Millionen Menschen an einer mit dem Tabakkonsum zusammenhängenden Krankheit. Tabak macht abhängig, das steht außer Zweifel. 80 % leben in einem armen oder sich entwickelnden Land. Die Organisation stellt daher fest, dass «Tabak eine der Hauptursachen für Tod, Krankheit und Verarmung» ist.
Philip Morris ist das erste Zigarettenunternehmen, das den Ball eröffnet und eine «rauchfreie Zukunft» befürwortet, insbesondere dank E-Zigaretten und Tabakverdampfern. Philip Morris erklärt, dass diese Umgestaltung der Tabakindustrie auch in eine nachhaltige und tiefgreifende Veränderung zugunsten der Umwelt eingebettet sei. Das Unternehmen plant zudem, bis 2030 klimaneutral zu sein.
Wie der Slogan einer Antitabak-Vereinigung spricht die Vorsitzende also von einer «rauchfreien Zukunft», die auf Alternativen beruht, welche das Unternehmen als innovativ darstellt. Philip Morris gibt an, 6 der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung abzudecken.

Eine Botschaft, die auch Jugendliche erreicht
Hinter dieser überraschenden Botschaft wendet sich Philip Morris dennoch an ein breiteres und jüngeres Publikum. Das Zigarettenunternehmen bietet nämlich Produkte direkt für Jugendliche an und macht daraus kein Geheimnis. Zu diesem Zweck ging Philip Morris sogar eine Partnerschaft mit einer 21-jährigen Influencerin zur Bewerbung seiner E-Zigaretten IQOS ein, bevor das Unternehmen dafür kritisiert und die Aktion gestoppt wurde.
Einerseits fordert Philip Morris erwachsene Raucher auf, den Tabakkonsum zugunsten der E-Zigarette einzustellen; andererseits ermutigt das Unternehmen Jugendliche, ob Raucher oder nicht, das Dampfen auszuprobieren. Eine Haltung, die keineswegs einhellig geteilt wird. Zur Erinnerung: Die Pressemitteilung des Unternehmens hält fest, dass seine Produkte «nicht risikofrei» seien, stellt sie aber zugleich als Alternative zur Fortsetzung des Rauchens dar.
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