Wer raucht heutzutage die Pfeife?
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Die « Pfeife im Mund » wurde oft den Großvätern in fortgeschrittenem Alter zugeschrieben. Doch mit den Jahren ist die Pfeife etwas populärer geworden, namentlich über fiktionale Figuren wie Popeye, Sherlock Holmes oder den Kapitän Haddock. Weit davon entfernt, sich zu demokratisieren, scheint dieses Accessoire heute einer bestimmten Personengruppe vorbehalten zu bleiben. Wer sind also die heutigen Pfeifenraucher?
Eine Praxis mit eigenen Codes
Nur 1 % der Raucher rauchen die Pfeife. Wer sie praktiziert, beschreibt sie als gelegentliche eher denn tägliche Gewohnheit. Weit weniger verbreitet als die Zigarre, bleibt sie gleichwohl von Puristen stark nachgefragt. Diese Praxis betrifft nur einen geringen Prozentsatz der Weltbevölkerung, doch diese Nische bleibt trotzdem sehr aktiv.
Pfeifenraucher suchen Qualität, und die hat ihren Preis
Die Fachgeschäfte sind sich einig: Sie haben in 40 Jahren nur einen sehr geringen Rückgang des Verbrauchs von Pfeifentabak verzeichnet. Der Grund, den sie nennen, ist die Bindung an das Objekt selbst. Wie ein Briefmarkensammler sammelt der Raucher Pfeifen, verbringt Zeit mit ihrer Reinigung und sucht einen besonderen Tabak dazu. Selten sind die Pfeifenraucher, die den ganzen Tag eine anzünden: Die Praxis ist in der Regel gelegentlich. Sie hat auch Kosten, die nicht jeder tragen kann.
Beim Championnat de France geht es darum, möglichst lange zu rauchen, ohne die Pfeife neu anzünden zu müssen! Auch « Pipe Clubs » sind über das Hexagon verteilt und nehmen Liebhaber auf. Männer und Frauen jeden Alters, aber eher aus einem wohlhabenden sozialen Umfeld, treffen sich dort zum Austausch. Allerdings verzeichnen die verschiedenen Clubs einen Rückgang ihrer Mitglieder. Die Jüngeren folgen der Leidenschaft der Älteren nicht mehr wirklich. Der stetig steigende Tabakpreis und das relativ teure Material sind ein erhebliches Hemmnis.

Eine Leidenschaft, die sich weiter von Generation zu Generation überträgt
Es gilt, den Volksglauben abzulegen, wonach die Pfeife nur von älteren Menschen geraucht werde. Gewiss sind Brassens, Audiard oder auch Frédéric Dard emblematische Pfeifenraucher. Doch junge Menschen, die ihre Vorfahren mit der Pfeife gesehen haben, greifen manchmal ihrerseits dazu. Einige Klischees haften ihnen noch an, etwa « Bobos », « junge Philosophen » oder « Papasöhnchen ». Welches Etikett auch immer: Die Betroffenen beschreiben die Pfeife vor allem als Familienerinnerung und kulturelles Erbe. Der « Hipster »-Schub hat die Pfeife in den letzten Jahren auch als trendiges Accessoire bei den Jungen vorangebracht.
Jenseits der Jugend gibt es noch eine Personengruppe, die sich offen mit der Pfeife im Mund zeigt: die Frauen. Madame de Pompadour, George Sand usw. waren Anhängerinnen. Seither tragen Frauen wie Isabelle Le Métayer (französische Meisterin 2010) die Fackel weiter. Bei den Prominenten finden sich Charlotte Rampling, Andie MacDowell usw.
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