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Die Alcome-Abgabe: was Sie bei jedem Filter oder jeder Zigarettenhülse zahlen

Die Alcome-Abgabe: was Sie bei jedem Filter oder jeder Zigarettenhülse zahlen

Die Öko-Organisation Alcome steuert seit 2021 die erweiterte Herstellerverantwortung (REP) für Tabakprodukte. Von den Zigarettenherstellern gegründet, finanziert die Organisation die Sammlung von Stummeln und Filtern, die im öffentlichen Raum entsorgt werden. Wird sie in Diskussionen oft „Alcome-Steuer“ genannt, handelt es sich in Wirklichkeit um einen Öko-Beitrag, den die Produzenten für jeden verkauften Filter oder jede verkaufte Hülse zahlen. Das Gesetz gegen Verschwendung für eine Kreislaufwirtschaft (AGEC) verpflichtet die Hersteller nämlich, sich an der Finanzierung der Stummelreinigung und der Sensibilisierung der Raucher zu beteiligen. Dieser Artikel erklärt, wie dieser Beitrag berechnet wird, welche Beträge erhoben werden und wofür die Mittel dienen.

Eine Öko-Organisation und keine Steuer

Alcome ist keine Steuerbehörde; sie wurde von der Tabakindustrie gegründet, um den mit Stummeln verbundenen Öko-Beitrag zu verwalten. Die pädagogische Website Tchaomegot erinnert daran, dass dieser Beitrag keine vom Staat auferlegte Steuer ist, sondern ein von den Herstellern selbst festgelegter Betrag. Jeder Produzent oder Importeur zahlt eine Summe für jede verkaufte Einheit nach einem modulierbaren Tarif; eine Prämie wird gewährt, wenn die Filter kein Plastik enthalten. Das System beruht auf dem Verursacherprinzip: Je umweltschädlicher ein Produkt, desto höher sein Beitrag. Die eingenommenen Mittel finanzieren Aschenbecher, Reinigungsaktionen und Sensibilisierungskampagnen.

Wie viel zahlen Sie?

Der detaillierte Tarif 2024–2025

Seit 2024 liegt der von Alcome festgelegte Tarif bei 1,62 € je 1 000 Einheiten (Filterzigaretten, separat verkaufte Filter und Hülsen). Produkte, deren Filter kein Plastik enthalten, erhalten eine Reduktion von 50 %, wodurch der Beitrag auf 0,81 € für 1 000 Einheiten sinkt. Dieser Tarif wurde für 2025 vom Stakeholder-Ausschuss von Alcome verlängert. Die Note von 2025 erinnert daran, dass Betrag und Prämie unverändert sind. Für einen Verbraucher entspricht das etwa 0,24 € Öko-Beitrag für einen Beutel mit 150 Filtern (150 × 0,00162 €). Eine Packung mit 500 Hülsen wird mit etwa 0,81 € Beitrag belastet, also 0,41 € für 250 Hülsen. Eine Händlerwebsite gibt an, dass der Öko-Beitrag 2024 etwa 0,28 € zum Preis einer Packung mit 150 Filtern hinzufügte, was dieser Rechnung entspricht.

Für kleine Hersteller, die weniger als 50 Millionen Einheiten pro Jahr auf den Markt bringen, sieht die Regelung einen Jahresfixschbetrag von 4 500 € bis 27 000 € je nach verkaufter Menge vor. Diese Ausnahme soll verhindern, dass zu hohe Beiträge das Überleben kleiner Marken gefährden, stößt aber auf Kritik, weil sie nicht unbedingt das tatsächlich erzeugte Abfallvolumen widerspiegelt.

Tarif 2026: Preise und Entwicklung

Der von den Herstellern für die Stummelsammlung gezahlte Beitrag wurde für 2026 stark neu bewertet.
Nun zieht jedes Los von 1000 Filtern auf Acetatbasis (Plastik) einen Öko-Beitrag von 2,84 € netto nach sich (also 3,41 € brutto, MwSt. 20 %). Für Filter ohne Acetat (100 % Papier) beträgt dieser Beitrag 1,42 € netto je 1000 Einheiten (1,70 € brutto).

Zum Vergleich lag der Tarif 2024–2025 bei 1,62 € je 1000 Einheiten: Die Erhöhung beträgt also etwa +75 % für 2026 (2,84 € gegenüber 1,62 €).
Diese Beträge sind pro Einheit eher gering, addieren sich beim Mengenverkauf aber zum Endpreis.

Menge Filtertyp Öko-Beitrag netto MwSt. (20 %) Öko-Beitrag brutto
150 Mit Plastik (Acetat) 0,43 € 0,09 € 0,51 €
250 Mit Plastik (Acetat) 0,71 € 0,14 € 0,85 €
500 Mit Plastik (Acetat) 1,42 € 0,28 € 1,70 €
1000 Mit Plastik (Acetat) 2,84 € 0,57 € 3,41 €
150 Ohne Plastik (100 % Papier) 0,21 € 0,04 € 0,26 €
250 Ohne Plastik (100 % Papier) 0,36 € 0,07 € 0,43 €
500 Ohne Plastik (100 % Papier) 0,71 € 0,14 € 0,85 €
1000 Ohne Plastik (100 % Papier) 1,42 € 0,28 € 1,70 €

Auf den Cent gerundete Daten, MwSt. 20 %. Quellen: Alcome.

Praktische Tipps zum Sparen

  • Wählen Sie 100-%-Papierfilter (ohne Acetat):
    der Öko-Beitrag wird halbiert. In der Praxis bedeutet das langfristig einen erheblichen Unterschied. Bei einem Beutel mit 150 Filtern etwa geht man von rund 0,51 € brutto Beitrag für plastikhaltige Filter auf 0,26 € brutto für Papierfilter über, also nahezu 0,25 € Ersparnis pro Beutel.
  • Bewahren Sie Ihre Stummel in einem Taschen- oder Straßenaschenbecher auf:
    das ist eine einfache Geste für die Umwelt und vermeidet andere gesellschaftliche Kosten (Reinigung oder Bußgelder bei wildem Wegwerfen), auch wenn das nicht über den Alcome-Beitrag abgerechnet wird.

Kurz gesagt: Es geht weniger um eine „Steuer“ als um einen Öko-Beitrag: Wer Filter ohne Plastik bevorzugt und die richtigen Gewohnheiten (Aschenbecher) pflegt, verringert zugleich seine Umweltwirkung und den indirekt über den Filterpreis gezahlten Betrag. Zur Erinnerung: Der Beitrag bleibt für 2026 auf 2,84 € netto je 1000 plastikhaltige Filter festgesetzt (1,42 € netto ohne Plastik).

Wofür dienen die Mittel? Die Aktionen von Alcome

Gemäß dem vom Staat genehmigten Lastenheft muss Alcome einen Teil der von den Gemeinden getragenen Reinigungskosten decken und am Kauf öffentlicher Aschenbecher mitwirken. Die Branche strebt an, die achtlos weggeworfenen Stummel bis 2027 um 40 % zu verringern und mit der Mehrheit der Gebietskörperschaften Verträge zu schließen. 2023 etwa profitierten nur 4 % der auf den Markt gebrachten Produktvolumina von der Prämie für Plastikfreiheit – Zeugnis eines Verbesserungspotenzials. Neben der Reinigung finanziert die Öko-Organisation Sensibilisierungskampagnen und Experimente, um das Verhalten der Raucher zu ändern und umweltfreundlichere Filter zu fördern.

Kontroversen und Verbesserungsperspektiven

Der Tarif findet keine einhellige Zustimmung. 2021 kritisierte Republic Technologies (Marke OCB) einen Beitrag, der etwa 1,33 % des Stückpreises eines Filters ausmache und ihre Finanzen stark belaste. Mehrere Akteure halten das System für ungerecht, weil der Beitrag pro Einheit und nicht nach Plastikmenge oder biologischer Abbaubarkeit berechnet wird: Ein kleiner 100-%-Papierfilter zahlt ebenso viel wie ein großer Filter aus Celluloseacetat. Verbände und Gebietskörperschaften, die 2022 konsultiert wurden, plädierten für einen differenzierten Tarif nach Plastikgewicht und für eine 100-%-Prämie für Filter ohne Plastik. Die Regierung hat diese Vorschläge bislang nicht übernommen, die Debatte bleibt jedoch offen.

Was festzuhalten ist

Am Ende macht die in den Preis von Filtern und Hülsen integrierte „Alcome-Steuer“ nur wenige Cent aus, finanziert aber eine Einrichtung, die achtlos weggeworfene Stummel verringern und sauberere Filter fördern soll. Für 2025 bleibt der Tarif auf 1,62 € je 1 000 Einheiten festgesetzt, mit einer Reduktion von 50 % für Filter ohne Plastik, was etwa 0,24 € Öko-Beitrag auf einen Beutel mit 150 Filtern bedeutet. Wer biologisch abbaubare Filter wählt und die bereitgestellten Aschenbecher nutzt, kann dazu beitragen, die Umweltwirkung seines Konsums zu verringern.

Einzelne Abbildungen in diesem Artikel können von einer künstlichen Intelligenz erzeugt oder bearbeitet worden sein.

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